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S-Bahn RheinNeckar: Ein Standortfaktor 

Die S-Bahn RheinNeckar läutete am 14. Dezember 2003 mit Inbetriebnahme der ersten Stufe, von Kaiserslautern nach Osterburken sowie Speyer nach Karlsruhe jeweils via Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg, ein neues Zeitalter des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Rhein-Neckar-Raum ein.

Im Dezember 2006 folgten dann die Verlängerungen der S-Bahn-Linien S 3 und S 4 über Speyer hinaus nach Germersheim sowie der S-Bahn-Linie S 1 über Kaiserslautern hinaus bis nach Homburg/Saar. 3 Jahre später, am 13. Dezember 2009 wurde der Betrieb der S5 von Heidelberg nach Eppingen aufgenommen. Der Abzweig Meckesheim nach Aglaster¬hausen folgte als S51 am 13. Juni 2010.

Der Verkehrsvertrag wurde im November 2001 zwischen der Bahn sowie den Bestellern der S-Bahn-Verkehrsleistungen - dem Land Baden-Württemberg, dem Zweckverband Schienen¬personennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd und dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) für den hessischen Kreis Bergstraße - abgeschlossen. Dem Abschluss vorausge¬gangen war die bis dahin größte europaweite Ausschreibung von Verkehrsleistungen im Schienenper¬sonen¬nahverkehr. Diese Ausschreibung hatte die Deutsche Bahn im Sommer 2001 im Wettbewerb gegen in- und ausländische Konkurrenz für sich entscheiden können.
Die S-Bahn war vom ersten Tag an ein großer Erfolg: mehr als sechs Jahre nach dem Start ist sie aus der Region Rhein-Neckar nicht mehr weg zu denken. Die S-Bahn war darüber hinaus ein wichtiger Faktor für die Anerkennung der Region zur Metropolregion Rhein-Neckar im Jahr 2005.

Als Rückgrat des ÖPNV bestimmt sie seitdem den Takt auf Schiene und Strasse und lässt das Umland näher an die Zentren Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen rücken und löst auch in der Fläche mehr und mehr Impulse aus. Bewohner und Besucher der Region profitieren sowohl im Berufs- als auch im Freizeitverkehr vom attraktiven und leistungs¬fähigen S-Bahn-Verkehr, der einen wichtigen Beitrag zur hohen Lebens- und Wohnqualität darstellt. Darüber hinaus ist der S-Bahn-Verkehr auch ein Wirtschaftsfaktor und als adäquate Alternative zum privaten PKW ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu nachhaltiger und Ressourcen schonender Mobilität. Für die Stellung der Metropolregion Rhein-Neckar im Wettbewerb der europäischen Regionen ist die S-Bahn ein wichtiger Standortfaktor.

Fünf S-Bahn-Linien bringen die Region stärker ins Rollen als je zuvor. 40 moderne Fahr¬zeuge der Baureihe ET 425.2 sorgen heute zwischen Homburg/Saar bzw. Kaiserslautern und Osterburken, Germersheim und Karlsruhe bzw. Bruchsal sowie Heidelberg und Eppingen bzw. Aglasterhausen für zuverlässigen und bequemen Reisekomfort. Heute ver¬bindet die S-Bahn 96 Bahnhöfe, die meisten davon neu gestaltet und modernisiert. Zahlreiche Kooperationen mit Freizeitparks, Erlebnisbädern, Museen etc., die im Einzugs¬bereich der S-Bahn liegen, bieten Vorteilsrabatte bei Anreise mit den Gruppentickets Baden-Württemberg-Ticket, Rheinland-Pfalz-Ticket sowie Ticket 24 Plus des VRN. Bei Großveran¬staltungen in der Region, wie zum Beispiel die Lange Nacht der Museen, Maimarkt, Arena of Pop, Deutsches Weinlesefest in Neustadt sowie Veranstaltungen in der SAP Arena, sorgt die S-Bahn RheinNeckar durch zusätzliche Zugverstärkungen, Sonderzüge und -halte für eine bequeme und stressfreie An- und Abreise.

Die roten S-Bahn-Fahrzeuge legen 7,5 Millionen Zugkilometer pro Jahr auf dem 370 Kilo¬meter langen Streckennetz zurück. Die rd. 495 Millionen Euro, die bislang im Rahmen des S-Bahn-Ausbaus in die Infrastruktur und den Ausbau der Bahnhöfe investiert wurden, stemmte die Deutsche Bahn gemeinsam mit Bund, den drei Ländern als Besteller und dem Zweckver¬band Verkehrsverbund Rhein-Neckar sowie den anliegenden Kommunen. Markante Bei¬spiele sind die neuerbaute, zweigleisige Rheinbrücke zwischen Mannheim und Ludwigs¬hafen (Rhein), die Elektrifizierung des Streckenabschnitts Speyer - Germersheim sowie der neue Bahnhof Ludwigshafen-Mitte. Das architektonisch herausragende Bauwerk beweist, dass Bahnhöfe nicht nur zum Ein- und Aussteigen dienen, sondern auch attraktive Akzente im Stadtbild setzen können. In die Beschaffung der Fahrzeuge flossen allein rund 190 Millionen Euro.

Es hat sich gelohnt: Seit dem Start haben sich 30 Prozent mehr Fahrgäste für die S-Bahn entschieden, bei bundesweit besten Zufriedenheitswerten und einer Pünktlichkeitsquote von über 97 Prozent. Die hohen Erwartungen sind erfüllt und unsere Kunden - Fahrgäste und Besteller - konnten sich in den letzten fünf Jahren davon überzeugen, dass die Bahn mit DB Regio RheinNeckar hier ein verlässlicher Partner für nachhaltig attraktiven Nahverkehr auf der Schiene ist.
Die fünf S-Bahn-Linien
S 1Homburg/Saar - Kaiserslautern - Neustadt/Weinstraße - Schifferstadt - Ludwigshafen/Rhein - Mannheim - Heidelberg - Eberbach - Neckarelz - Osterburken60-Min.-Takt
S 2Kaiserslautern - Neustadt/Weinstraße - Schifferstadt -Ludwigshafen/Rhein - Mannheim - Heidelberg - Eberbach- / mit Verlängerung nach Neckarelz - Mosbach60-Min.-Takt
120-Min.-Takt
S 3Germersheim - Speyer - Schifferstadt - Ludwighafen/Rhein - Mannheim - Heidelberg - Bruchsal - Karlsruhe60-Min.-Takt
S 4Germersheim - Speyer - Schifferstadt - Ludwighafen/Rhein - Mannheim - Heidelberg - Bruchsal60-Min.-Takt
S 5Heidelberg – Neckargemünd – Meckesheim – Sinsheim – Steinsfurt – Eppingen 60-Min.-Takt
S 51(Heidelberg – Neckargemünd –) Meckesheim – Waibstadt – Aglasterhausen 60-Min.-Takt
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